Projekte 2025/26

Im Schuljahr 2025/26 wurden folgende Projekte durchgeführt. 

Europa zum Hören: Wenn Demokratie Stimmen bekommt

Was passiert, wenn junge Menschen aus verschiedenen Ländern ihre Stimmen erheben, nicht laut, sondern hörbar? Genau das zeigt ein außergewöhnliches Erasmus-Projekt zwischen der Klasse SV 3A unserer Schule und dem Ritzefeld-Gymnasium in Stolberg bei Aachen. Über zwei Wochen hinweg arbeiteten die Schüler*innen gemeinsam an ihren Podcasts. Zwischen kulturellen Unterschieden, neuen Freundschaften und überraschenden Perspektiven entstand ein spannendes Audio-Erlebnis, das neugierig macht. Zwei Podcasts zum Thema Demokratie mit dem Titel „Social Media und Wahlen“ und "Starke Demokratie", Themen, die aktueller nicht sein könnten.

Die Podcasts nehmen die Zuhörenden mit auf eine Reise:

Im ersten Podcast mit dem Titel „Social Media und Wahlen“ gehen die Schüler*innen einer hochbrisanten Frage nach: Welchen Einfluss haben soziale Netzwerke auf Wahlen und Wahlwerbung? Unterstützt wurden sie dabei von hochkarätigen Gesprächspartnern, dem EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann und dem Bürgermeister von Stolberg Patrick Haas. Beide geben Einblicke aus erster Hand und zeigen, wie komplex das Zusammenspiel von Politik und digitaler Welt wirklich ist.

Der zweite Podcast, „Starke Demokratie“, richtet den Blick auf die Grundlagen eines funktionierenden demokratischen Systems. Macht Social-Media Demokratien stärker oder schwächer? Auch hier konnten spannende Gäste gewonnen werden: der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie die Social-Media-Expertin Sylvie Frei. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven ein und regen zum Nachdenken an.

Beide Podcasts sind das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit, kritischer Auseinandersetzung und echter europäischer Begegnung. Sie verbinden politische Bildung mit persönlichen Eindrücken und zeigen, wie engagiert sich junge Menschen mit der Zukunft Europas und unserer Demokratie beschäftigen. Wer neugierig ist, wie junge Stimmen große Themen verhandeln, sollte unbedingt in unsere Hörprobe reinhören.

Social Media und Wahlen

Starke Demokratie

Porto meets South Tyrol and class S 4A

What a uniquely special and enriching experience: new friendships formed, new knowledge gained, new linguistic and cultural worlds experienced!

Here a taste of what we saw and explored:

When in Porto:

The city of Porto, Clerigo’s Tower, Lello bookshop; the Atlantic Ocean & winds you cannot imagine , Guimaraes: the birthplace of Portugal, Praça de Lisboa & Largo dos Leões 

Fantastic food, wonderful people, and so much more!!!

When in South Tyrol:

Museum of Archeology and Ötzi & exhibition on political propaganda in South Tyrol

Eurac workshop on South Tyrol autonomy

Museion: I'm the last woman object (Nicola L) & Olympic torches exhibition

Austausch mit Nordbayern: Inklusion und Begabungsförderung im Fokus

Wie können Schulen Vielfalt bestmöglich begleiten und individuelle Potenziale fördern? Diese Fragen standen im Mittelpunkt Austauschs zwischen unserer Schule und Lehrpersonen aus Nordbayern.

Im Rahmen einer mehrtägigen Hospitation von zehn Lehrpersonen bot sich im April die Gelegenheit zum intensiven Austausch über inklusive Schulkonzepte und Begabungsförderung im internationalen Vergleich.

Ein Schwerpunkt lag auf der Inklusion: Die Gäste erhielten Einblicke in die Arbeit unseres Zentrums für Information und Beratung (ZIB) sowie in den Schulalltag von Integrationslehrpersonen und Mitarbeiterinnen für Inklusion. In der Fachstelle für Inklusion und Beratung stellte Hansjörg Unterfrauner zudem die verschiedenen Berufsbilder im inklusiven Bereich vor und erläuterte Ausbildungswege sowie organisatorische Strukturen.

Ebenso großes Interesse galt der Begabungs- und Begabtenförderung an unserer Schule. Vorgestellte Projekte wie das College-System, die Lesebühne, der Denkraum und die Instagram-AG zeigten, wie individuelle Stärken gezielt gefördert werden können. Ergänzt wurde dies durch Einblicke in unser Schulmodell COOL – COoperative Open Learning, das selbstständiges und kooperatives Lernen unterstützt.

Der Austausch bot wertvolle Impulse für beide Seiten und unterstrich die Bedeutung von Inklusion und Begabungsförderung als zentrale Aufgaben moderner Schule – auch im europäischen Kontext.

Erasmus+ a Helsinki: un viaggio nella Positive Pedagogy

Nel cuore della capitale finlandese, Helsinki, si è svolto il programma Erasmus+ organizzato da Teacher Academy che mi ha offerto un'opportunità unica di formazione e scambio culturale. Il focus principale del corso è stato il funzionamento del sistema scolastico finlandese e si è poi passati all’approfondimento della Positive Pedagogy, un approccio educativo che promuove il benessere, la motivazione e la crescita personale delle studentesse e degli studenti.

La Finlandia è da anni considerata un modello educativo d’eccellenza, grazie a un sistema scolastico che valorizza l'autonomia delle e degli insegnanti, la centralità del discente e un ambiente di apprendimento sereno e inclusivo. Helsinki, con le sue scuole innovative e il forte investimento nella formazione continua, si è rivelata il luogo ideale per esplorare le potenzialità della pedagogia positiva.

Durante il corso ho preso parte a workshop interattivi e a momenti di riflessione condivisa. La formatrice ha guidato le e i docenti attraverso pratiche concrete di Positive Pedagogy con l’uso didattico delle Strength Cards che valorizzano i punti di forza individuali delle studentesse e degli studenti per favorire l’autoefficacia e la resilienza, non solo nel contesto scolastico.

Una volta tornata a scuola ho voluto verificarne l’efficacia e ho introdotto l’uso delle Strength Cards in una delle mie classi per promuovere una cultura scolastica più inclusiva e incentrata sul benessere emotivo. Il programma Erasmus+ a Helsinki ha rappresentato un’ottima opportunità di formazione, per potere tornare a scuola con nuove idee, rinnovata motivazione e una visione più ottimista dell’educazione.

Europa im Klassenzimmer: Erasmus+ als Motor für Offenheit und Bildung

Offen, neugierig und tolerant – so sollen die Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums und der Fachoberschule für Tourismus Bozen ihre Zukunft gestalten. „In einer globalisierten und zunehmend vernetzten Welt ist es ein zentrales Anliegen der Schule, junge Menschen zu verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern heranzubilden, die über den eigenen Horizont hinausblicken und europäische Vielfalt als Bereicherung verstehen.“, so die Schuldirektorin Monica Zanella.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten seit Jahren das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ und im laufenden Schuljahr das Programm Eramsus+/PNRR. Seit 2021 ist die Schule als Erasmus-akkreditierte Bildungseinrichtung anerkannt und kann somit langfristig und strategisch an Mobilitätsprojekten teilnehmen. Diese Akkreditierung hat den internationalen Austausch deutlich intensiviert und strukturell verankert.

Allein im Schuljahr 2025/26 nahmen rund 80 Schüler*innen an Mobilitäten in verschiedene europäische Städte teil. So führten Austauschprojekte unter anderem nach Porto, Aachen und Schwäbisch Gmünd. Darüber hinaus konnten zahlreiche Jugendliche an Sprachaufenthalten in Madrid und im irischen Carlow teilnehmen. Diese Erfahrungen ermöglichten nicht nur das Vertiefen von Sprachkenntnissen, sondern auch das unmittelbare Eintauchen in andere Kulturen, Schulrealitäten und Lebensweisen.

Neben den Gruppenmobilitäten wurden auch verschiedene Einzelmobilitäten für Schülerinnen und Schüler realisiert, die besonders individuelle Lernwege und persönliche Entwicklung förderten. Auch das Lehr- und Verwaltungspersonal profitierte in hohem Maße vom europäischen Austausch: Insgesamt nahmen 16 Lehrpersonen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung Fortbildungsangeboten mit einer Dauer von sieben bis vierzehn Tagen in verschiedenen europäischen Ländern (Irland, Spanien, Finnland, Deutschland, Österreich, Dänemark) teil. Dabei wurden insgesamt ca. 100.000,00 Euro als Fördermittel an Familien oder Lehrpersonen ausgeschüttet, wobei der Großteil der Gelder aus dem europäischen Wiederaufbau- und Resilienzfond (PNRR) stammt.

Die Bilanz fällt durchwegs positiv aus: Erasmus+ ist ein großer Erfolg und ein deutlicher Mehrwert für das Lernen und Lehren. Internationale Mobilität stärkt fachliche, sprachliche und soziale Kompetenzen, fördert interkulturelles Verständnis und macht Europa für alle Beteiligten konkret erlebbar. Damit wird nicht nur die europäische Idee mit Leben gefüllt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Bildung junger Menschen geleistet, die sich selbstbewusst und verantwortungsvoll in einer vielfältigen Welt bewegen können.