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Buchempfehlung Inklusion

Der Sommer bietet oft die Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und ein gutes Buch zu lesen. Unsere Integrationslehrperson Sara Bortot empfiehlt vier Bücher, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Inklusion beschäftigen und zum Nachdenken, Verstehen und Perspektivenwechsel anregen.

1. Total behindert von Mareike Sölch 

Wie oft sehen wir eine Ärztin im Rollstuhl? Oder einen blinden Politiker?

Menschen mit Behinderung sind in unserer vermeintlich inklusiven Gesellschaft weit entfernt von Chancengleichheit.

Mareike Sölch zeigt am Beispiel Südtirols, wie viel sich bewegen muss, damit alle gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Zahlreiche Betroffene kommen zu Wort und erzählen, was wirkliche Inklusion und Barrierefreiheit bedeuten und was sie brauchen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
 

2. Radikale Inklusion von Hannah Wahl 

Inklusion ist das Modewort unserer heutigen Zeit. 

Aber leider beschränkt sich der Inklusionshype auf kosmetische Veränderungen: Beinahe nirgends, wo Inklusion draufsteht, ist Inklusion drin.

Radikale Inklusion stellt unser Gesellschaftssystem in Frage: Wer profitiert und wer verliert unter den vorherrschenden Verhältnissen? Wie schaffen wir gleichberechtigte Teilhabe? Wir müssen eine Alternative wider die Ausgrenzung gestalten und den Paternalismus durch Empowerment, Inklusion und Allyship überwinden.


3. Angry Cripples von Alina Buschmann und Luisa L‘Audace 

Eine Anthologie geschrieben von Menschen mit Beeinträchtigung mit vielen Beiträgen, welche die große Vielfalt behinderter Lebensrealität in unserer Gesellschaft abbilden. Ein beispielloses Projekt, das den hohen Wert der Selbstbestimmung zeigt und Lust macht auf eine wirklich inklusive Gesellschaft.


4. Ableismus von Tanja Kollodzieyski 

Ein Mensch, der sich selbst für eine Belastung hält, hinterfragt auch im Erwachsenenalter kaum, warum er/sie/they keine gesellschaftliche Teilhabe bekommt; warum behinderte Menschen so selten in den Medien auftauchen; warum immer noch Barrieren existieren, wo es doch längst mehr als eine Lösung gäbe. Behinderte Menschen, die glauben, eine Belastung zu sein, stellen keine oder wenige Ansprüche und Bedingungen. Stattdessen sind sie dankbar über jede Form von positiver Aufmerksamkeit - oder auch: sauber, satt und still.