Stühle rücken, Taschen werden geschnappt, ein Griff zum Pausenbrot und schon sind sie unterwegs. Ziel ist der Calcetto Tisch. Denn wer zu spät kommt, hat schlechte Karten.
So oder zumindest so ähnlich läuft es jeden Tag in der SV 2A ab. Für Anton, Lukas, Sven und Thomas ist die Pause kein gewöhnlicher Teil des Schultages. Sie ist ihr tägliche Lieblingsmoment.
Am Calcetto wird das Pausenbrot zur Nebensache. Viel wichtiger ist die Frage, wer heute die Nase vorn hat. Wer spielt klüger, wer reagiert schneller, wer trifft öfter. Mit voller Konzentration stehen die vier am Tisch, drehen die Stangen, passen den Ball und schießen aufs Tor. Jeder Treffer wird laut gefeiert.
Man hört Lachen, Jubelrufe und das typische Klacken des Balls. Nach jedem Tor wird abgeklatscht, zwischendurch gibt es kleine Sticheleien, die aber immer freundschaftlich gemeint sind.
Was mit vier Spielern begonnen hat, ist längst mehr geworden. Die Begeisterung hat andere angesteckt. Auch viele andere Schüler*innen sind inzwischen regelmäßig dabei. Selbst Schulwart Andreas schaut immer wieder vorbei und spielt manchmal mit oder beobachtet das Geschehen. Der Calcetto Tisch ist zu einem Treffpunkt geworden, an dem sich viele gerne aufhalten.
Und dann kommt das nächste Läuten.
Doch oft reicht das nicht, um sofort aufzuhören. Ein Spiel wird noch schnell fertig gespielt, vielleicht noch ein letzter Angriff. Erst dann geht es zurück in die Klasse, manchmal ein wenig zu spät.
Am Ende bleibt mehr als nur ein Spiel. Es ist eine Pause voller Bewegung, voller Freude und voller gemeinsamer Erlebnisse. Ganz ohne Handy, dafür mit viel echter Begeisterung.
Und am nächsten Tag beginnt alles wieder von vorne.